KI in Chinas:
Aus der Redaktion
Dies ist die Woche, in der die Konvergenz zwischen Autoindustrie, verkörperter Künstlicher Intelligenz und Robotik in China nicht mehr zu übersehen ist.
Es ist die Woche, in der Chinas größter Stahlkonzern zeigt, wie er seine 2.000 Grad heißen Hochöfen mit der kühlen Logik der Algorithmen zähmt.
Und es ist die Woche, in der klar wird, dass die KI nicht nur Strom frisst, sondern auch am Rande der Wüste Gobi die Sonnen- und Windkraft verbessert.
Eine weitere Woche, in der Chinas Industrie durch KI ein Stück weit neu definiert wird. Nicht mehr und nicht weniger.
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Die dritte Disruption ist da: Für Chinas Autoindustrie beginnt mit KI gerade eine neue Ära
Das softwaredefinierte Fahren gibt es noch, doch die verkörperte KI und die Robotik werden zu entscheidenden Faktoren für den Erfolg von Produkten und Geschäftsmodellen
In Jiading, einem Vorort von Shanghai, könnte gerade Automobilgeschichte geschrieben worden sein. OEM, Zulieferer, Robotik- und Softwareunternehmen haben gemeinsam eine neue Plattform gegründet, um den schnellen Einzug der verkörperten Intelligenz in die chinesische Automobilindustrie zu fördern.
So grundlegend sind die mit dieser technologischen Konvergenz einhergehenden Veränderungen, dass man ohne Übertreibung von einer dritten Welle der Disruption in der chinesischen Autoindustrie sprechen kann.
Warum ist das wichtig?
KI-Technologien aus der Autoindustrie werden in Robotern verbaut, die dann selbst wieder bessere Autos bauen. „Embodied AI“ verändert nicht nur Fahrzeuge – von intelligenten Cockpits über intelligente Chassis bis hin zum autonomen und vernetzten Fahren –, sondern auch die Montage in den Autowerken. Die Automobilindustrie wird neu erfunden. ➤➤➤Mehr lesen.
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Die kalte Logik der Künstlichen Intelligenz in heißen Hochöfen
In Kooperation mit Huawei nimmt der weltweit größte Stahlhersteller die bis zu 2.000 Grad Celsius heiße „Black Box“ aus geschmolzenem Material im Herzen seiner Stahlwerke in Angriff
Unter den industriellen Use Cases für Künstliche Intelligenz gelten die komplexen Szenarien in der Stahlherstellung als besonders anspruchsvoll. Die Mischung aus Stahl, Gas und Flammen im Inneren von Hochöfen hat deren Betreiber traditionell an allzu direkter Beobachtung gehindert und sie gezwungen, viele Prozesse auf der Basis von Erfahrung und Bauchgefühl zu steuern.
Das ändert sich gerade. Ein spezialisiertes KI-Großmodell, das mit einem Datensatz aus mehreren Jahren von verschiedenen Hochöfen trainiert und gemeinsam mit dem Technologieunternehmen Huawei aus Shenzhen entwickelt worden ist, wird seit August vergangenen Jahres an einem Hochofen von Baosteel eingesetzt.
Warum das wichtig ist?
Der Einsatz eigener Produktionsdaten, das kontrollierte Co-Design eines maßgeschneiderten Großmodells sowie die Technologiepartnerschaft zwischen internen und externen Softwareteams geben Einblicke die Strategie eines führenden chinesischen Herstellers beim Einsatz industrieller KI.
Auf einer Konferenz in Shanghai haben Ingenieure der Baowu Group und ihrer Tochtergesellschaft Baosteel in diesem Monat Erfahrungen und Daten aus diesem ersten, entscheidenden KI-Einsatz in ihrer Stahlherstellung geteilt.
Bitte klicken Sie hier, um mehr darüber zu erfahren, wie der weltweit größte Stahlhersteller seine Prozesse mit KI optimiert. ➤➤➤Mehr lesen.
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Mit dem Einzug der Künstlichen Intelligenz ins Smartphone beginnt ein Kampf um die Nutzerdaten
Das erste KI-Handy in China ist nicht nur ständig ausverkauft, sondern auch an eine Kampfansage an etablierte Handy-Hersteller wie Apple, Xiaomi oder Samsung
Anfang Dezember haben ByteDance, der Mutterkonzern von TikTok und der Handyhersteller Nubia gemeinsam den Prototypen eines KI-Handys auf den Markt gebracht. Es ist überall sofort wieder ausverkauft, wo es kurzfristig erscheint.
Das besondere an diesem Handy namens "M153“ ist die relativ gründliche Integration agentischer KI in sein Betriebssystem. Damit wird ´eine neue Art von Interaktion mit den Nutzern ermöglicht.
Warum ist das wichtig?
Dieses KI-Handy wartet nicht mehr passiv auf den nächsten Klick, sondern kann aktiv über verschiedene Schritte und App-Grenzen hinweg komplexe Aufgaben übernehmen. Das Smartphone wird erstmals wirklich zu einem persönlichen Assistenten.
Für Details zum Aufstieg dieser neuen Spezies der verkörperten Intelligenz bitte hier clicken ➤➤➤Mehr lesen.
Der Aufstieg des KI-Handys ist nicht zu stoppen.
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Die Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen erreicht den chinesischen Endkunde
• Chinas Krankenversicherung muss für KI bezahlen
• Unternehmen, Forschung und Regierung bauen sich gemeinsam einen KI-Cluster in Hangzhou
• KI-App „Ant Afu“ erreicht 15 Millionen aktive Nutzer pro Monat
Diese Woche gibt es drei wichtige Entwicklungen im Bereich KI im Gesundheitswesen in China, alle mit Bezug zum Thema „Versorgungszugang“, alle kurz zusammengefasst:
I. Regulatorisches
Die Regierung in Peking hat erstmals die „KI-gestützte Diagnose“ in eine Liste mit Preiskategorien für pathologische Dienstleistungen aufgenommen, was der KI zumindest in diesem Bereich des chinesischen Gesundheitswesens schon bald die Abrechnung über das staatlichen Krankenversicherungssystem ermöglichen dürfte. Die meisten Chinesen bekommen dann besseren Zugang zu solchen KI-Diagnosen von Gewebe- und anderen Proben.
Warum ist das wichtig?
Die fehlende Abrechenbarkeit KI-assistierter Untersuchungen war bislang einer der größten Engpässe für die Ausbreitung der neuen Technologie.➤➤➤Mehr lesen.
II. Infrastruktur
In Hangzhou ist am 20. Dezember die „National AI Application Pilot and Validation Base (Healthcare) - Zhejiang“ offiziell eröffnet worden. Dabei handelt es sich um einen KI-Cluster aus Unternehmen, Startups, Universitäten und Forschungsinstituten, sowie einem für viele dieser Anwohner zugänglichen Rechenzentrum mit ausreichender Leistung zum Training von medizinischen Modellen.
Warum ist das wichtig?
In dem KI-Cluster soll für Wissenschaftler und Startups gleichermaßen der Zugang zu guten Datenbanken mit Patientendaten und Rechenzentren mit ausreichender Leistung geschaffen werden, die sie für die Entwicklung spezieller KI-Modelle für den medizinischen Alltag oder für Forschungen im Bereich verkörperter KI brauchen. .➤➤➤Mehr lesen.
III. Unternehmen
Kurz nachdem die „Ant Group“, der ursprünglich zu Alibaba gehörende Fintech-Konzern, seine KI-Gesundheits-App in "Ant Afu" umbenannt hatte, schossen die Downloads in den App-Stores des Landes und die Zahlen der aktiven Nutzer deutlich in die Höhe. Besonders in der Provinz, in den sogenannten „Tier-3“-Städten mit oft nur wenigen Millionen Einwohnern, ist die App als Ergänzung zum Allgemeinarzt sehr beliebt.
Warum ist das wichtig?
Die Ant Group baut gerade ein neues Ökosystem, in das auch externe Dienstleister wie „Meinian Onehealth (Health 100)“ eingebettet sind, bei dem die Nutzer digital eingesandte Fotos analysieren lassen können. Auch Geräte zur Messung von Blutzucker und Blutdruck, oder anderen medizinischen Messdaten können mit der App verknüpft werden. Es dürfte sich um einen der weltweit umfangreichsten Versuche handeln, KI-basierte Medizin im B2C-Bereich mit echtem Mehrwert App-Nutzer zu verankern und gleichzeitig zu monetarisieren. .➤➤➤Mehr lesen.
➤ KI + Energie
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Künstliche Intelligenz in der Wüste Gobi: Wie China seine grüne Transformation mit großen Energie-Modellen beschleunigt
Die KI verschlingt nicht nur riesige Mengen an Strom, sondern optimiert in Form spezialisierter Modelle auch moderne Solar- und Windkraftanlagen
Könnte die Künstliche Intelligenz trotz ihres hohen Energieverbrauchs besser sein als ihr Ruf, wenn eines Tages ihr gesamter ökologischer Fußabdruck bilanziert wird?
Das glaubt zumindest eine Reihe kreativer Ingenieure in China, die in der Nähe der Wüste Gobi KI-Modelle mit den Daten aus Solar- und Windkraftwerken füttern.
Im „Chifeng Green Hydrogen and Ammonia Project“ setzen sie die KI wie einen „Dirigenten“ ein, mit dem Elektrolyseure hoch- oder heruntergefahren und die Nutzung von Ökostrom in Echtzeit reguliert werden kann. Fossile Brennstoffe als Backup werden dabei nicht mehr benötigt.
Warum ist das wichtig?
Weltweit müssen wegen des Ausbaus der erneuerbaren Energien flexible Lösungen für die Regulierung der Energienetze gefunden werden. Wer mehr dazu erfahren möchte, wie China dieses Problem jetzt mit KI löst, kann direkt unter diesem Absatz auf ‚Mehr lesen‘ klicken.
In unserem kostenlosen China AI2X Briefing analysieren wir in dieser Woche, wie die KI Chinas Energiewirtschaft verändert.➤➤➤Mehr lesen.





