KI in Chinas Industrie:
Aus der Redaktion
Während der Westen debattiert, ob KI die Menschheit auslöschen könnte und die Entwicklung der KI zu bremsen sei, drückt China auf den Knopf zur Beschleunigung.
Chinesische Unternehmen setzen mit aller Macht auf agentische KI. Ihre Agenten arbeiten in Containerterminals und synchronisieren dort komplexe Logistikketten. Kommt ein Schiff verspätet im Hafen an, teilen die KI-Agenten die Kräne neu ein, synchronisieren den Zeitplan für die Lkw und stellen sicher, dass die nachfolgenden Schiffe einen Liegeplatz finden.
Auch in den Maschinenbau ziehen die KI-Agenten gerade ein. Sie entscheiden eigenständig, wann sich die Produktivität wie erhöhen lässt. Mit jedem Tag werden sie besser.
Für Theorien über das Aussterben der Menschheit hat man in chinesischen Vorstandsetage einfach keine Zeit. Die Manager bleiben messerscharf darauf fokussiert, wie sie KI einsetzen und monetarisieren können.
Unser „Deep Dive“ untersucht diese Woche den spürbaren Wandel von generativer zu agentischer KI, der in China gerade begonnen hat. Er wird die Nachfrage nach Token explodieren lassen. In den kommenden zwei bis drei Jahren werde sie sich Jahr für Jahr verzehnfachen, prognostiziert das Forschungsinstitut von China Telecom. Eine „neue Entwicklungsstufe für die KI-Industrie“ habe begonnen, schreibt das Institut.
Unser „Fokus der Woche“ untersucht, wie KI-Agenten den Wettbewerb der Smartphone-Hersteller revolutionieren. Nicht nur Apple, sondern auch Huawei und Xiaomi haben kürzlich neue faltbare Handys vorgestellt.
Ohne KI sind diese faltbaren Geräte aber nicht die stolzen Preise wert, die ihre Hersteller verlangen. Deshalb werben alle drei mit den KI-Fähigkeiten ihrer Geräte.
Wir werden außerdem einen Blick auf den Spezialbus, in den BAIC Foton seine erste rollende KI-Klinik eingebaut hat. Er soll schon bald in der abgelegenen Provinz Qinghai über das tibetische Hochland rollen. Wir berichten ferner über eine Fabrik, in der Roboter Roboter bauen, und darüber, wie Chinas Oberstes Volksgericht gegen Deepfakes kämpft.
Henrik Bork
Gründer und Redaktionsleiter
China AI2X Briefing
➤ Fokus der Woche
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KI-Agenten verändern das Smartphone
Huawei, Xiaomi und Apple haben innerhalb von drei Tagen drei faltbare Handys mit neuer KI vogestellt.
Faltbare Smartphones brauchen KI, um wirklich nützlich zu werden. Diesen Trend zeigen drei Premium-Modelle, die führende Smartphone-Hersteller innerhalb von 72 Stunden vorgestellt haben.
Huawei brachte ein dreifach faltbares Gerät auf den Markt, das sich zu einem Bildschirm in Tablet-Größe aufklappen lässt. Xiaomi stellte ebenfalls ein faltbares Smartphone vor. Kurz darauf präsentierte Apple sein erstes faltbares iPhone, das iPhone Duo.
Die meiste Aufmerksamkeit galt den faltbaren Bildschirmen. Alle drei Konzerne betonten aber gleichzeitig ihre Fortschritte bei der KI. Sie stellten KI-Agenten vor, die im Auftrag der Nutzer handeln, und zeigten eigene Chips, auf denen KI direkt im Gerät läuft.
Beobachter sprechen von einem Wettbewerb auf „Systemebene“. Solche KI-Agenten können per Sprachbefehl Warenkörbe mit Geschenken füllen, Preise vergleichen und Tische im Restaurant reservieren.
Warum ist das wichtig?
Faltbare oder größere Bildschirme allein rechtfertigen noch keine Preise von rund 1.400 bis 2.600 Euro. Die Geräte müssen ihren Nutzen beweisen. Sollen Faltgeräte zu einem neuen Typ von Klein-Computer werden, brauchen sie KI, die den Nutzern Zeit spart. Chips und Betriebssysteme werden damit mindestens so wichtig wie die Displays.
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➤ Nachrichten
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KI + Fertigung: Roboter bauen Roboter
UBTech Robotics hat in Liuzhou eine neue Fabrik eröffnet, in der Roboter andere Roboter bauen. Einigen Berichten zufolge kann das Werk alle zehn Minuten einen Roboter fertigen und soll mehr als 10.000 Einheiten im Jahr ausstoßen.
Diese Zahlen beschreiben allerdings nur die Kapazität, für die das Werk ausgelegt ist. Die vier Cruzr-Humanoiden, die in der Fertigungshalle arbeiten, bauen die anderen Roboter auch nicht alleine. Sie entladen Paletten, stapeln Waren und bringen Material an die Linie. Die eigentliche Arbeit erledigen Industrieroboter.
UBTech wächst sehr schnell, hat 2025 erst nur 1.079 Humanoide in voller Größe verkauft. Skeptische Beobachter betonen, dass eine Fabrik mit einer Kapazität von 10.000 Einheiten Kosten verursacht, bevor die Aufträge eingehen. UBTech meldete für 2025 einen Umsatz von 2 Milliarden Yuan (rund 256 Millionen Euro), schrieb aber einen Nettoverlust von 700 Millionen Yuan (rund 90 Millionen Euro).
Warum ist das wichtig?
Das neue Werk zeigt trotz aller berechtigen Skepsis gegenüber den Prognosen, dass die Produktion von Humanoiden zu einem ernsthaften industriellen Prozess wird.
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KI + Elektronik: Chinas führender Anbieter von Chipdesign-Software setzt auf KI
Empyrean Technology, Chinas führender Hersteller von Software zur Automatisierung des Chipentwurfs (Electronic Design Automation, EDA), stellt von „KI-gestützten Werkzeugen“ auf „KI-autonomes Design“ um, sagte Vorstandschef Liu Weiping.
Empyreans Werkzeug Andes FPD erzeuge inzwischen automatisch Layouts für Displaypanels und verkürze so einen Job von vier Wochen auf lediglich eine Woche, sagte Liu.
Künftig könnten sich die Preise nach der Nutzung von KI-Agenten richten, sagte Liu. Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie hat einen Aktionsplan „KI + Software“ veröffentlicht. Der fordert eine tiefere Integration von KI in Industriesoftware, auch in EDA.
Warum ist das wichtig?
Die amerikanischen Exportbeschränkungen haben Peking dazu angespornt, bei Halbleitern nach mehr Selbstversorgung zu streben, bis hin zur Kontrolle über die Software für das Chipdesign.
KI +Gesundheit: BAIC Foton baut Bus mit KI-Klinik
Der Bushersteller BAIC Foton hat einen medizinischen Bus gebaut, der KI-Diagnostik in entfernte Regionen des Landes bringen soll. Diese erste mobile KI-Klinik von BAIC Foton ist gerade auf einer Fachmesse vorgestellt worden.
Das im Inneren des Fahrzeugs sind zehn KI-gestützte medizinische Apparate installiert, unter anderem für das Screening des Augenhintergrunds, die EKG-Überwachung, die Ultraschalldiagnostik sowie einen KI-Agenten für digitales Röntgen.
Warum ist das wichtig?
Der außen mit Yaks bemalte Bus wird hochmoderne, KI-gestützte Diagnostik in abgelegenen Regionen der an Tibet grenzenden Provinz Qinghai rollen lassen, wo die Menschen bislang von einer solchen medizinzischen Versorgung nur träumen konnten.
Für BAIC Foton, einen Nutzfahrzeughersteller, ist der Bus der Test eines neuen Geschäftsmodells, das Mobilität mit medizinischer KI verknüpft.
KI + Energie: Shanghai setzt auf KI, um die „künstliche Sonne“ zu simulieren
UniForce AI, ein Start-up aus Shanghai, hat knapp 50 Millionen Yuan (rund 6,4 Millionen Euro) an Investionen eingesammelt. Die Angel-plus-Runde führten der Shanghai Future Industry Fund und die Science and Technology Innovation Investment Group der Stadt an. Das Unternehmen ist auf KI für das Ingenieurwesen spezialisiert. Sein erstes Anwendungsfeld ist die Kernfusion.
Herkömmliche Plasmasimulationen dauern Stunden oder Tage. UniForce AI trainiert neuronale Operatoren und Diffusionsmodelle, die direkt vorhersagen, wie sich physikalische Felder entwickeln. Die Modelle seien zehn- bis hundertmal schneller, behauptet das Unternehmen.
Warum ist das wichtig?
Sollten sich diese Modelle in der Fusionsforschung bewähren, will UniForce AI als nächstes in die Bereiche Öl und Gas, Kernkraft, Elektronik sowie Luft- und Raumfahrt expandieren.
KI + Mobilität: CaoCao jetzt auch mit KI-Agenten buchbar
CaoCao, die vom Autohersteller Geely unterstützte Fahrdienstplattform, lässt Fahrgäste in Peking, Hangzhou und Suzhou jetzt auch über Doubao buchen, die KI-App von ByteDance.
Nutzer geben ihr Ziel per Text oder Sprache ein. Doubao plant die Route, bietet Fahrzeuge und Preise an und wickelt die Bezahlung innerhalb der App ab.
Unser Must Read dieser Woche zeigt ebenfalls, wie KI-Agenten zu neuen Eingangstoren für den Online-Einkauf werden und wie sich Chinas Super-Apps noch häufig dagegen wehren.

Warum ist das wichtig?
Der Dienst bringt CaoCao zusätzliche Aufträge über neue KI-Kanäle und macht das Unternehmen damit weniger abhängig von den herkömmlichen Fahrdienst-Aggregatoren.
Für mehr Details und weitere Analysen klicken Sie bitte hier, um die vollständige, kostenlose Version der Highlights dieser Woche zu lesen:
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➤ Zitat der Woche
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Wer Bedrohungsnarrative verbreitet und Konfrontation sowie böswillige Konkurrenz betreibt, behindert lediglich den Prozess der globalen KI-Governance und nützt niemandem.
➤ Zahlen der Woche
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500 Billionen Token
Chinas KI-Modelle haben im Juni 2026 täglich im Durchschnitt mehr als 500 Billionen Token verarbeitet, gab das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) am 11. September bekannt.
Im März waren es laut Nationaler Datenbehörde noch 140 Billionen. Innerhalb von drei Monaten hat sich der Verbrauch also mehr als verdreifacht.
Quelle: Ministerium für Industrie und Informationstechnologie
100 Use-cases
Soviele „herausragende Anwendungsbeispiele für die KI+Fertigung“ hat die Provinz Hebei am 12. September 2026 auf der China Computing Conference in Langfang präsentiert.
32 davon stammen aus der Eisen- und Stahlindustrie, 12 aus der Robotik und 7 aus der Chemie. Weitere Beispiele kommen aus der Pharma-, Baustoff- und Elektronikindustrie.
Quelle: Hebei Ribao (Hebei Daily)
2 Milliarden Yuan
Die Agricultural Bank of China, die Bank of Beijing und vier weitere Banken haben KI-Unternehmen in Pekings Wirtschafts- und Technologie-Entwicklungszone Kredite von fast 2 Milliarden Yuan (etwa 256 Millionen Euro) gewährt.
Im Rahmen des neuen Programms „Yiqi-Token-Kredit“ prüfen die Banken, wie viele Token ein Unternehmen produziert und verbraucht und welchen Wert seine Rechenleistung hat.
Traditionelle Kredite erfordern Sicherheiten und Gewinne, die viele Technologiefirmen in ihrer Entwicklungsphase nicht vorweisen können. Dies seien die ersten Token-Kredite in Peking, hieß es in chinesischen Medienberichten vom 14. September 2026.
Quelle: Beijing Ribao (Beijing Daily)
➤ Policy- und Regulierungsupdate
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● KI-Regulierung: Chinas Oberster Gerichtshof kämpft gegen Deepfakes
Chinas Oberstes Volksgericht hat erste Leitlinien für Rechtsstreitigkeiten rund um künstliche Intelligenz vorgelegt. Die „Stellungnahmen zur gesetzeskonformen Entscheidung von Streitfällen mit Bezug zu künstlicher Intelligenz“ stellte das Gericht am 7. September 2026 auf einer Pressekonferenz vor.
Das Dokument hat 24 Artikel. Es ist kein umfassendes KI-Gesetz, zeigt jedoch deutlich, wie der Gesetzgeber in China die negativen Seiten der Technologie in den Griff bekommen will.
Die Leitlinien behandeln die Täuschung mit Deepfakes, also KI-generierten Gesichtern, das Klonen von Stimmen mit Täuschungsabsicht, Halluzinationen von KI-Systemen und Doxing, also das Veröffentlichen privater Daten im Netz.
Es befasst sich außerdem mit diskriminierender Preisgestaltung auf der Basis von Kundendaten, mit Plagiaten in KI-generierten Inhalten, mit Rechtsverletzungen im Zusammenhang mit Open-Source-Software und mit der Haftung für Unfälle beim autonomen Fahren.
Kriminelle in Baotou gaben sich im Mai 2023 mithilfe eines Deepfakes in einem Videoanruf als jemand anderes aus und erbeuteten in nur zehn Minuten 4,3 Millionen Yuan, rund 550.000 Euro, berichtete die Parteizeitung Renmin Ribao. Die neuen Stellungnahmen weisen jetzt Entwicklern, Plattformen und Nutzern in solchen Fällen eine abgestufte Haftung zu.
Worum geht es
Dieses Compliance-Dokument lässt erkennen, welchen Weg die formelle Gesetzgebung höchstwahrscheinlich nehmen wird. Zu den zentralen Streitpunkten gehören diskriminierende Preise und die unerlaubte Nutzung von Trainingsdaten.
● Industriesoftware: Peking verordnet seiner Softwarebranche KI-Agenten
Chinas Industrieministerium will KI in jener Software verankern, mit der Ingenieure Produkte und Chips entwerfen. Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie erließ am 11. September 2026 den „Umsetzungsplan für die Sonderaktion KI + Software“, berichtete das chinesische Technologieportal IT Zhijia.
Der Plan setzt klare Ziele für 2028. Intelligente Programmierwerkzeuge und Entwicklungsplattformen sollen von 20.000 Softwareunternehmen oberhalb einer bestimmten Umsatzschwelle angeboten werden. Und in Schlüsselindustrien sollen 100 Modellanwendungen agentischer Software entstehen.
Der Plan fordert eine tiefe Integration von KI mit computergestütztem Chipdesign (CAD, CAE und EDA).
Zwei Wege zeichnen sich dabei ab. „KI-gestützt“ bedeutet, dass bestehende Architekturen um intelligente Funktionen ergänzt werden. Bei „KI-nativ“ übernehmen KI-Modelle die Kernfunktionen der Software, schrieb das Industrieportal Zhineng Zhizao Wang.
Worum geht es
Bei CAD, CAE und EDA dominieren westliche Anbieter. Chinesische Medien lesen den Plan als Strategie, die US-amerikanischen Halbleiterboykotte zu umgehen.
● KI-Sicherheit: China beantwortet die Debatte über den Kontrollverlust mit Standards
Der gefährliche Kontrollverlust durch KI, der gerade weltweit heftig diskutiert wird, hat die chinesischen Aufsichtsbehörden erstmals vor zwei Jahren beschäftigt. Es sei nicht auszuschließen, dass die KI sich künftig auf eigenen Faust externe Ressourcen beschaffe, sich selbst repliziere, ein Selbstbewusstsein entwickle und nach Macht strebe, warnte ein Rahmenwerk zur KI-Sicherheit, das im September 2024 unter Federführung der Cyberspace-Verwaltung Chinas (CAC) erschien.
Eine Aktualisierung ergänzt jetzt diese ersten Texte um einen Governance-Grundsatz für „vertrauenswürdige Anwendung, Verhinderung von Kontrollverlust“ im Umgang mit künstlicher Intelligenz. Spezielle Regeln für KI-Agenten benennen schon seit Mai 2026 den „Kontrollverlust im Betrieb“ explizit als Sicherheitsrisiko.
Entwickler müssen besser darin werden, unangemessenes Verhalten zu erkennen, einzugreifen, es zu blockieren und den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen, fordert die Aufsichtsbehörde.
China arbeitet Medienberichten zufolge gleichzeitig an einem verbindlichen nationalen Standard für die Sicherheit von KI-Agenten, der wohl der erste weltweit sein wird.
Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping wollen am 24. September 2026 ebenfalls über das Thema „Governance“ von KI sprechen.
Worum geht es
China schreibt gerade die Regeln für agentische KI. Ein nationaler Standard würde festlegen, welche Anforderungen jeder KI-Agent in China zu erfüllen hat. Ausländische Unternehmen, die in ihrem Chinageschäft KI-Agenten einsetzen, sollten sich darauf einstellen, dass Prüfer künftig wissen wollen, ob sie Fehlverhalten erkennen, eingreifen, den Agenten stoppen und den ursprünglichen Zustand wiederherstellen können.
➤ Deep Dive
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Die Ära der agentischen KI in China
Chinas KI-Agenten kommen zur Arbeit, und der Weltuntergang muss warten
Während die USA und Europa von leistungsstarken KI-Modellen halb fasziniert, halb verängstigt sind, konzentriert sich Chinas KI-Branche ganz auf auf den Einsatz von KI-Agenten.
Der Fokus der gesamten Branche verlagere sich vom Wettbewerb um große Modelle und Rechenleistung hin zum „großflächigen Einsatz von Agenten und zur Monetarisierung von Anwendungen“, heißt es in einem neuen Bericht des China Telecom Research Institute, aus dem der Staatssender CCTV zitiert.
Unternehmen wie Privatnutzer setzen gleichermaßen begeistert auf die Agenten, mit denen sie „komplexe Aufgaben vom Anfang bis zum Ende ohne technisches Fachwissen erledigen“ können. Diese Begeisterung leite gerade eine „völlig neue Entwicklungsphase“ der KI in China ein, argumentiert das Forschungsinstitut.
Während chinesische Geschäftskunden den Einsatz im Ausland entwickelter Closed-Source-Modelle zurückfahren, „werden KI-Agenten zur dominanten Form“ der KI-Nutzung, heißt es in dem von CCTV zitierten Bericht.
In der Folge explodiert derzeit die Nachfrage nach Token. „In den nächsten zwei bis drei Jahren wird der Bedarf an Rechenleistung in China voraussichtlich jedes Jahr um durchschnittlich fast das Zehnfache wachsen“, berichtet CCTV. KI-Entwicklung bremsen? Nicht in China.
Warum das wichtig ist
Kombiniert mit den großen und vielfältigen industriellen Lieferketten des Landes könnte die agentische KI China einen neuen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
Die nächsten wirtschaftlichen Erfolgsgeschichten werden möglicherweise nicht von den großen KI-Modellen mit den besten „Benchmarks“ geschrieben, sondern von den Maschinen und Systemen, die sie nützlich machen.
Wo sind KI-Agenten in der Logistik und Fertigung der Volksrepublik schon im Einsatz? Welches chinesische Unternehmen baut einen geschlossenen Kreislauf von der Wahrnehmung bis zur Ausführung und fordert damit Siemens und Huawei heraus? Und wo eilt der Hype der Wirklichkeit noch voraus? Von diesen und anderen Fragen handelt der Deep Dive dieser Woche.




