AI to everything in China:
Aus der Redaktion
Token sind das Öl des KI-Zeitalters. Mit ihrer Hilfe lässt sich Energie exportieren. China hat damit soeben begonnen. Es verkauft grünen Strom in die USA, im Wert von vielen Milliarden US-Dollar.
Das geht so. Ein Student in San Francisco benutzt lieber DeepSeek als Claude oder ChatGPT, weil der chinesische Chatbot günstiger ist.
Sein Prompt flitzt durch ein Glasfaserkabel unter dem Pazifik hindurch in ein chinesisches KI-Rechenzentrum. Berechnet wird pro Token, dieser kleinsten Rechen- und Abrechnungseinheit der LLM.
Die chinesischen Token sind so viel billiger als amerikanische oder europäische, weil die Stromkosten bis zu 60 Prozent der Betriebskosten eines Rechenzentrums ausmachen.
China hat begonnen, riesige Solar- und Windfarmen in den Wüsten Gobi und Taklamakan direkt an Rechenzentren anzuschließen. Punkt-zu-Punkt. Billigeren Strom gibt es nirgends.
Wenn die Token innerhalb von weniger als zwei Sekunden zurück zu unserem Studenten nach SF gereist sind, hat der Strom China physisch nicht verlassen, aber sein Wert ist effektiv verkauft worden.
Ganz ohne Öltanker durch die Straße von Hormus.
Das war jetzt leicht vereinfacht. Im Deep Dive unseres China AI2X Briefings der Woche ist es erklärt und mit Zahlen belegt.
Da gibt es diese Woche noch andere spannende Themen: Wie Xiaomi sich als globaler Marktführer der verkörperten KI positioniert. Warum ein industrielles KI-Modell nach Chinas „Iron Man“ benannt ist, dem angesehenen Erfinder eines Schweißroboters. Oder warum Peking gerade den ersten Industriestandard für die verkörperte Intelligenz eingeführt hat.
Danke, dass Sie dabei sind.
Henrik Bork
Gründer und Redaktionsleiter
China AI2X Briefing
➤ Fokus der Woche
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Xiaomis stiller Hinterhalt
In einer einzigen Woche hat der Konzern drei KI-Initiativen gleichzeitig gestartet. Goldman Sachs sieht Xiaomi auf dem Weg zum „Marktführer für Physical AI“
Verkörperte KI ist neu und jeder redet darüber. Ein chinesischer oder gar globaler „Marktführer“ in dieser neuen Disziplin der Nutzung künstlicher Intelligenz ist allerdings noch nicht gekürt worden. Immerhin gibt es jetzt aber einen ersten Anwärter auf diese Auszeichnung.
Goldman Sachs glaubt, Xiaomi könnte schon bald als "führendes Unternehmen im Bereich physischer KI" eingestuft werden. Sollte das Unternehmen kontinuierlich gute Ergebnisse liefern, so würde der Markt das künftig so sehen, schreiben die Analysten der Investmentbank um Timothy Zhao.
Was sie dazu veranlasst hat, ist innerhalb einer einzigen Woche im März geschehen. Xiaomi stellte innerhalb kurzer Zeit drei KI-Initiativen vor. Erst überraschte es den Markt mit einem Trio eigener großer KI-Modelle. Ein paar Stunden später folgte ein neues E-Auto mit einer KI-gestützten Fahrassistenz, die auf einem dieser Modelle basiert. Und drittens kündigte der Firmengründer Lei Jun an, in den nächsten drei Jahren mehr als 60 Milliarden Yuan (rund 7,5 Milliarden Euro) in künstliche Intelligenz zu investieren.
Warum ist das wichtig?
Verkörperte KI gilt momentan weltweit als die neue große Hoffnung der KI-Forschung. Hier rechnen und deduzieren die Algorithmen und Modelle nicht bloß auf Bildschirmen, sondern sollen sich in der realen Welt bewähren.
Xiaomi hat durch seinen bisherigen Entwicklungsweg ein Ökosystem geschaffen, das die Entwicklung von KI-Modellen mit der Möglichkeit zur Integration in Millionen von selbst gefertigten Haushaltsgeräten und smarten E-Autos vereint.
Diese Kombination ist selten, darf als eine ganz neue Art der Herausforderung für europäische Industrieunternehmen verstanden werden, und ist daher im „Fokus der Woche“ beschrieben:
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➤ Nachrichten
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Fertigung: Chinas erster KI-Agent für industrielles Schweißen
Das Pekinger Unternehmen Botsing Technology hat nach eigenen Angaben den ersten KI-Agenten für die Schweißtechnik in Industriequalität vorgestellt. Das System kombiniert einen schienenlosen, frei kletternden Schweißroboter mit einem proprietären KI-Großmodell namens „Jiluan“, das auf Millionen von Schweißdatenpunkten trainiert wurde.
Einsätze in der Praxis sollen gezeigt haben, dass das System die Entwicklungszyklen um 60 Prozent verkürzen und die Produktionskosten insgesamt um mehr als 40 Prozent senken kann. Es wird bereits in der Öl- und Gasindustrie, im Schiffbau und bei Kernkraftwerksausrüstung eingesetzt.
Warum ist das wichtig?
Der Automatisierungsgrad beim Schweißen liegt in China bislang bei lediglich rund 30 Prozent, obwohl es sich um einen grundlegenden Arbeitsschritt in Schiffbau, Energiewirtschaft und Schienenbau handelt. Die technischen Anforderungen waren bis jetzt in vielen Bereichen zu komplex für automatisiertes Schweißen. Bei einem Fachkräftemangel von fünf Millionen Schweißern und weniger als sieben Prozent junger Menschen, die bereit sind, diesen Beruf zu ergreifen, werden verkörperte KI-Agenten zur industriellen Notwendigkeit.
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Automobil: KI verändert die Reifenentwicklung bei Zhongce Rubber
Zhongce Rubber Group, einer der größten Reifenhersteller Chinas, hat seit Juni 2025 insgesamt 18 KI-Agenten entlang seiner gesamten Wertschöpfungskette im Einsatz. Ein KI-Testagent kann bei 120 km/h 300 virtuelle Haltbarkeitstests pro Sekunde durchführen und damit einen Prozess, der früher sechs Monate dauerte, auf wenige Tage komprimieren.
KI-gestützte Fabrikplanung habe den Bedarf an Arbeeitskräften an den Produktionslinien von 10.000 auf 2.000 reduziert, gab der Reifenhersteller bekannt. Gleichzeitig habe sich die Arbeitseffizienz verfünffacht, der Energieverbrauch sei um 80 Prozent gesenkt worden.
Warum ist das wichtig?
Wenn sich ein traditioneller Reifenhersteller über KI neu definiert, zeigt das, wie tief agentische KI schon in die chinesische Industrie vorgedrungen ist. Nicht nur High-Tech-Unternehmen, sondern auch etablierte Fertigungsbetriebes haben mit der Transformation begonnen.
Elektronik: Chinas erste agentische KI-Plattform für Chipdesign
Das Shanghaier Unternehmen UniVista hat UDA 2.0 vorgestellt, Chinas „erstes vollständig agentenbasiertes EDA-Werkzeug auf einer heimischen Architektur“. Die Plattform kann nach Anleitung durch Ingenieure eigenständig Prozesse wie RTL-Design, Verifikation, Fehlerbehebung und Optimierung ausführen.
Warum ist das wichtig?
EDA-Software ist ein kritischer Engpass in Chinas Halbleiterindustrie. Synopsys, Cadence und Siemens EDA halten zusammen mehr als 75 Prozent des Weltmarkts. Washington hatte im Mai 2025 allen drei Unternehmen kurzzeitig die Belieferung Chinas untersagt, bevor es im Juli die Entscheidung wieder rückgängig machte. In China werden daher nun die Anstrengungen intensiviert, von Software aus dem Ausland unabhängiger zu werden.
Energie: Chinas erste KI-Plattform für Energiespeicher geht in Betrieb
China Southern Power Grid hat in Guangzhou die landesweit erste großangelegte KI-Datenanalyseplattform für neuartige Energiespeicher in Betrieb genommen. Sie verbindet acht Pilotanlagen in drei Provinzen und erfasst Echtzeitdaten von 2,38 Millionen Messpunkten über 300 Speichersysteme hinweg.
Warum ist das wichtig?
Nach einem Jahr Testbetrieb sank die Ausfallrate an den angeschlossenen Stationen angeblich um 34 Prozent, der Anteil genutzter erneuerbarer Energie stieg um rund 30 Prozent. Chinas installierte Kapazität neuartiger Energiespeicher übersteigt inzwischen 130 Gigawatt. Diese wachsende und technologisch vielfältige Speicherflotte ohne KI zu verwalten wird zunehmend schwierig.
Gesundheit: AstraZeneca und Tsinghua-Universität bündeln Kräfte bei KI-gestützter Medikamentenentwicklung
AstraZeneca und die Tsinghua-Universität haben gemeinsam ein Forschungszentrum für KI-gestützte Medikamentenentwicklung gegründet. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf KI-basiertes Wirkstoff-Screening, translationale Medizin und klinische Entwicklung.

Warum ist das wichtig?
Partnerschaften geschlossen. China wird zu einem wichtigen Knotenpunkt in diesem globalen Netzwerk. AstraZenecas Forschungschef für China bezeichnet das Land als „treibende Kraft“ der pharmazeutischen Innovation.
Für mehr Details und Analysen zu diesen Entwicklungen klicken Sie bitte hier für die ausführliche, kostenlose Webversion des China AI2X Briefings:
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➤ Zitat der Woche
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In den USA hat man bei manchen Unternehmen das Gefühl, dass man gefeuert wird, wenn man OpenClaw benutzt. In China gibt es viele Unternehmen, bei denen man gefeuert wird, wenn man OpenClaw nicht benutzt.
➤ Zahlen der Woche
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52 Mal
Der 15. Fünfjahresplan macht Chinas „KI Plus“-Initiative zur nationalen Priorität. Künstliche Intelligenz wird in dem 141 Seiten langen Dokument 52 Mal erwähnt.
Quelle: South China Morning Post
10 Billionen Yuan
Chinas KI-Industrie soll bis zum Ende des 15. Fünfjahresplans (2026–2030) einen Wert von mehr als 10 Billionen Yuan (rund 1,3 Billionen Euro) erreichen.
Quelle: Xinhua
7,359 Billionen
Wöchentlicher Token-Verbrauch chinesischer KI-Modelle auf der Plattform OpenRouter vom 16. bis 22. März. Chinesische Modelle lagen damit zum dritten Mal in Folge vor ihren US-amerikanischen Wettbewerbern.
Quelle: Science and Technology Daily (Kechuangban Ribao)
90%
Die „KI Plus“-Initiative sieht vor, künstliche Intelligenz bis 2030 in 90 Prozent der chinesischen Wirtschaft zu integrieren.
Quelle: China’s 15th Five Year Plan
KI-Modelle in Zahlen

➤ Policy- und Regulierungsupdate
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● Chinas erster Industriestandard für verkörperte Intelligenz
Ein neuer Standard schafft erstmals ein einheitliches Benchmarking- und Testrahmenwerk für Systeme der verkörperten KI. Er tritt am 1. Juni 2026 in Kraft.
Worum geht es
Der Standard definiert Systemarchitekturen und Anforderungen für verkörperte KI. Er standardisiert Benchmarking-Rahmen sowie Methoden und Kennzahlen sowohl für Simulations- als auch für reale Umgebungen.
Das Bewertungssystem umfasst grundlegende Fähigkeiten, kognitives Schlussfolgern und die vollständige End-to-End-Leistung in geschlossenen Regelkreisen über vier Testansätze hinweg.
Mehr als 10.000 Testaufgaben sind parallel dazu bereits erstellt worden, die 300 Aufgabenkategorien in den Bereichen Fertigung, Haushalt, Einzelhandel und Logistik abdecken. Begleitend zum Standard sind Werkzeuge für die Datenerfassung, die Generierung von Simulationsaufgaben und die automatisierte Berechnung von Kennzahlen entwickelt worden.
● Nationale Standards für humanoide Roboter veröffentlicht
China hat sein erstes nationales Standardsystem für die gesamte Wertschöpfungskette humanoider Roboter und verkörperter KI vorgestellt. Es umfasst sechs Kernbereiche von intelligenter Datenverarbeitung bis Sicherheit und Ethik.
Worum geht es
Das Standardsystem, vorgestellt auf der Jahrestagung für Standardisierung humanoider Roboter und verkörperter Intelligenz (HEIS) in Peking, umfasst laut Staatsrat sechs Kernbereiche: „grundlegende Gemeinsamkeiten, gehirnähnliches Rechnen und intelligente Datenverarbeitung, Gliedmaßen und Baugruppen, Gesamtmaschinen und Systeme, Anwendung sowie Sicherheit und Ethik“.
Es wurde von über 120 Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Industrienutzern unter dem Technischen Komitee des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie für HEIS gemeinsam erarbeitet.
2025 gilt als das Jahr, in dem die Massenproduktion humanoider Roboter in China begonnen hat. Mehr als 140 inländische Hersteller brachten über 330 verschiedene Modelle auf den Markt, so das Ministerium.
● Der OpenClaw-Hype: Lokalregierungen preschen vor, Peking warnt vor Sicherheitsrisiken
OpenClaw von Peter Steinberger ist in China auf eine begeisterte Resonanz gestoßen. Viele Chinesen stellten sich in langen Schlangen an, um sich die Software an „Service-Stationen“ von Tencent und anderen Technologiefirmen kostenlos auf ihren Laptops installieren zu lassen.
Lokalregierungen im ganzen Land, darunter Bezirksregierungen in Shenzhen, Wuxi und Shanghai, haben sich ebenfalls sofort auf den KI-Agenten-Boom gestürzt und Subventionen von bis zu fünf Millionen Yuan (rund 620.000 Euro) für sogenannte Einpersonenunternehmen (OPCs) versprochen, die auf agentischer KI mit OpenClaw aufbauen.
Der Bezirk Longgang in Shenzhen veröffentlichte am 7. März als erster ein eigenes Förderprogramm speziell für OpenClaw und OPCs, berichtete das Wirtschaftsportal Caixin (auf Chinesisch).
Andere Kommunen folgten, während die Zentralregierung vor Sicherheitsrisiken bei den Daten warnte und Regierungsmitarbeiter aufforderte, OpenClaw nicht in ihren Büros zu verwenden.
Worum geht es
Der landesweite Rummel um das „Hummerzüchten“, wie chinesische Medien die OpenClaw-Welle mit Anspielung auf die Hummerschere im Logo des Entwicklers getauft haben, zeigt, wie begeistert ganz China die künstliche Intelligenz adaptiert.
Während etablierte KI-Entwickler sich über Rentner und Hausfrauen in der Warteschlange lustig machten und schlaue Analysten dem Boom ein kurzes Leben vorhersagten, gab es auch ganz klar eine positive Seite.
Während „KI-Kompetenz“ auf der Aufgabenliste praktisch jedes Unternehmens der Erde steht, bastelte plötzlich ein großer Teil der chinesischen Bevölkerung, der bis vor kurzem nicht hätte sagen können, wofür ein großes Sprachmodell gut ist, auf der eigenen Festplatte selbst daran herum.
● Nationaler Volkskongress und 15. Fünfjahresplan machen KI zur Priorität
Künstliche Intelligenz wurde bei der jährlichen Sitzung des Nationalen Volkskongresses (NVK) und im dort verabschiedeten Entwurf des 15. Fünfjahresplans (2026–2030) ins Zentrum der chinesischen Wirtschaftsstrategie gerückt.
Das 141-seitige Strategiedokument erwähnt KI mehr als 50 Mal und enthält einen umfassenden „-Aktionsplan“.
Worum geht es
Traditionelle Branchen machen nach wie vor rund 80 Prozent der chinesischen Industrieproduktion und Beschäftigung aus. Indem Peking einen starken Fokus auf die Transformation bestehender Industrien durch KI legt, will es nicht nur die Produktivität bei der Herstellung von Waschmaschinen bis hin zu Elektroautos und Satelliten steigern, sondern verfolgt auch einen strategischen, langfristigen Plan.
Peking will seine riesige Fertigungsbasis und physische KI als strategisches Ass im „KI-Wettlauf“ mit den USA nutzen. Durch die Förderung kostengünstiger KI-Nutzung in Fabriken aller Art entsteht ein endloser Strom realer Daten, der in die Verbesserung großer KI-Modelle zurückfließt.
Es ist eine Strategie der „ineinandergreifenden Innovationsschwungräder“. Während Technologieführer wie Anthropic, Google oder OpenAI bei der Leistung von Spitzenmodellen führen mögen, füttert China seine Welt- und Sprachmodelle beharrlich mit einem kaum zu übertreffenden Volumen an Datenpunkten.
● Am Rande notiert: China verbietet Manus-Mitgründern die Ausreise
Zwei Mitgründer des KI-Agenten-Startups Manus dürfen China nicht mehr verlassen, während die Behörden prüfen, ob Metas Übernahme des Unternehmens gegen Investitionsvorschriften verstoßen hat. Das berichteten die Financial Times und Reuters am 25. März 2026.
Worum geht es
Der Fall verdeutlicht Pekings wachsende Sorge über den Verlust wertvoller KI-Technologie an geopolitische Rivalen. Manus galt als chinesische KI-Erfolgsgeschichte und erreichte innerhalb weniger Monate einen hochgerechneten Jahresumsatz von 100 Millionen US-Dollar. Für ausländische Unternehmen, die Übernahmen chinesischer KI-Firmen erwägen, ist der Manus-Fall eine Warnung, dass die regulatorische Kontrolle bei Technologietransfers ins Ausland zunimmt.
➤ Deep Dive
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Eine Milliardenschlacht um die "Super-Gateways" der Künstlichen Intelligenz
Alibaba und andere Tech-Giganten führen Konsumenten ins Zeitalter der agentischen KI
Chinesische KI-Modelle wie DeepSeek oder Kimi sind bei Software-Entwicklern von Kalifornien bis Bayern sehr beliebt, weil sie ganz gut und dabei viel günstiger sind als die amerikanische Konkurrenz.
Erstmals hat der Token-Verbrauch chinesischer LLMs kürzlich den von OpenAI, Claude und Co. überholt. Vier der fünf beliebtesten Modelle auf der API-Plattform OpenRouter kamen aus China.
Wenn ein Student in San Fancisco einen Prompt für DeepSeek schreibt, flitzen anschließend Token durch ein Glasfaserkabel unter dem Pazifik hindurch in ein chinesisches Rechenzentrum und dann wieder zurück. Das ist ein indirekter Export chinesischer Energie, denn zwischen 40 und 60 Prozent der Preise für Token sind Stromkosten.
Warum das wichtig ist
Der Begriff „Tokenomics“ ist im Bitcoin-Kontext geprägt worden. Jetzt gibt es gewissermassen „Tokenomics V2.0“, denn die Token für KI-Inferenz sind zu einer international handelbaren Ware geworden. China hat in diesem ganz besonderen Teil des globalen KI-Rennens eine starke Position, denn es hat bereits viel Wind- und Solarkraft und damit mehr günstige Energie als die USA und andere Länder.
Für die Hintergründe dieses energiebasierten Wertschöpfungsexports Chinas empfehlen wir unseren Deep Dive der Woche: Mehr Lesen.



